Erinnerungen eines Diplomaten

Die Konrad Adenauer Stiftung in Thüringen und Freiheit e.V. in Kooperation laden am 04.Oktober in der Gedenkstätte Andreasstraße zum Vortrag.

„Erinnerung eines Diplomaten – Bundesdeutsche Botschaft in Ungarn – Zufluchtsort für „DDR“ Bürger.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00.

Als ich im Oktober 1982 in Budapest eintraf, waren die Ost-West-Rahmenbedingungen sehr angespannt. Die Sowjetunion war drei Jahre zuvor in Afghanistan einmarschiert. Daraufhin erfolgte der Olympiaboykott von Moskau. Die NATO-Staaten waren zudem dabei, die sowjetische Vorrüstung im Mittelstreckenbereich durch den Nato-Doppelbeschluss und die Nachrüstung auszugleichen. Es bestand damals im wahrsten Sinne des Wortes eine Eiszeit in den OstWest- Beziehungen.“

Axel Hartmann

Ab Herbst 1984 wird die bundesdeutsche Botschaft in Ungarn zum Zufluchtsort für ausreisewillige DDR-Bürger. Dr. Axel Hartmann wird in seinem Vortrag berichten wie Budapest ein Geheimtipp für Menschen wurde, die vor 38 Jahren dem SED-Staat entfliehen wollten. Welche Rolle heute Botschaften einnehmen, soll ebenso Thema des Abends sein.

Von 1989 bis 1991 war Dr. Axel Hartmann stellv. Leiter des Ministerbüros beim Chef des Bundeskanzleramts Rudolf Seiters. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er zuvor als „Engel von Budapest“ bekannt, indem er als Leiter der Konsularabteilung der Bundesdeutschen Botschaft in Ungarn zum Helfer ausreisewilliger DDR-Bürger wurde. 1991 wechselte Hartmann in den Dienst des Freistaats Thüringen und war maßgeblich am Aufbau der Vertretung Thüringens beim Bund in Bonn bzw. später – ab 1999 – in Berlin beteiligt. U.a. war er von 2009 bis 2013 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Slowakei mit Sitz in Bratislava.

Herzlich laden wir Sie ein mit Dr. Axel Hartmann ins Gespräch zu komm!

Begrüßung

Maja Eib

Leiterin Politisches Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung

Vortrag

Dr. Axel Hartmann

Botschafter a.D

Abschlusswort

Lorenz Pagés 1. Vorsitzender Freiheit e.V