Nachklang: Einweihung der Gedenktafel für Hartmut Tautz – Ein Zeichen gegen das Vergessen

Am 22. Juli 2026 wurde in der Nähe von Kittsee/Österreich eine Gedenktafel für den ehemaligen DDR-Bürger, Hartmut Tautz im Rahmen einer Gedenkveranstaltung feierlich eingeweiht. Mit der Errichtung der Gedenktafel wird an das tragische Schicksal des jungen Hartmut Tautz erinnert, der 1986 bei einem Fluchtversuch an der österreichisch-tschechoslowakischen Grenze ums Leben kam.

Als Initiator des Projekts blicke ich auf ein Jahr intensiver Arbeit und grenzüberschreitender Zusammenarbeit zurück. Dieses Engagement ist für mich auch von persönlicher Bedeutung: Ich selbst wurde im August 1986, kurz nach Tautz Tod bei einem Fluchtversuch in Ungarn verhaftet. Als Zeitzeuge ist für mich daher die Erinnerung an die Opfer kommunistischer Diktaturen nicht nur ein historisches Anliegen, sondern auch eine persönliche Verpflichtung.

Mein herzlicher Dank gilt Bürgermeister Johannes Hornek aus Kittsee für die vertrauensvolle und unbürokratische Zusammenarbeit sowie meinem Freund Wolfgang Bachkönig aus Rust für seine wertvolle Unterstützung. Ebenso danke ich der UOKG, vertreten durch Dieter Dombrowski, der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED Diktatur, vertreten durch Dr. Christine Schoenmakers und Evelyn Zupke, die SED-Opferbeauftragten des Deutschen Bundestag für die Begleitung und Unterstützung des Projekts.

Besonders erfreulich war das große Interesse der Medien. Sowohl Vertreter der Presse als auch der ORF begleiteten die Gedenkfeier und berichteten über dieses wichtige Zeichen des Erinnerns.

Mit der Einweihung der Gedenktafel findet ein Jahr intensiver Arbeit über internationale Grenzen hinweg einen würdigen Abschluss. Das Unrecht der kommunistischen Diktaturen und das tragische Schicksal von Hartmut Tautz sollen uns und insbesondere der jungen Generation Mahnung sein, die Werte von Freiheit, Menschenwürde und Demokratie zu bewahren und die Erinnerung an die Opfer politischer Verfolgung lebendig zu halten.

Diese Gedenktafel setzt ein dauerhaftes Zeichen gegen das Vergessen.

Link: Bericht auf www.burgenland.orf.at

Alexander Heise, Freiheit e.V.  2026

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Unser Mitglied Alexander Heise, geboren am 29.01.1968 in Treffurt, wuchs in einem katholischen Elternhaus auf. Nachdem ihm trotz guter Leistungen der Besuch der EOS und eine Ausbildung im elterlichen Handwerksbetrieb verweigert worden waren, entschloss er sich 1986 zur Flucht aus der DDR. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch bei Sopron wurde er am 29.08.1986 festgenommen, in Ungarn und Erfurt inhaftiert und zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Am 08.04.1987 wurde er aus der Haft freigekauft und in die Bundesrepublik entlassen. Seine Flucht hat er nie bereut. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Falkensee bei Berlin.